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Spannend oder witzig – Hörbücher machen Hausarbeit oder weite Autostrecken erträglicher

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Hörbücher – bedeuten sie das neue Lesen?

Lesen ist mein Lieblingshobby. Es bedeutet Entspannung, weil ich damit in fremde Welten abtauche. Meine alltäglichen oder besonderen Probleme lasse ich zurück, vergesse sie, während ich mich auf das Leben anderer Personen konzentriere.
Dabei stelle ich nun wieder einmal fest, dass ich meine Welt ein wenig modernisieren sollte. Das Thema E-Book hatte ich lange weit weggeschoben: Nie wollte ich etwas Elektronisches in der Hand haben, anstatt mit gutem Gefühl Seiten aus Papier umzublättern.
Doch ich habe mich dem Fortschritt gebeugt und besitze seit einigen Jahren einen Kindle, in dem ich gerne und viel lese. Gedrucktes gibt es nach wie vor in unserem Haus, das Bücherregal ist inzwischen dreireihig und über- und hintereinander bestückt.
Was für mich neu ist, sind Hörbücher. Ich gehöre zu dem Kreis der arbeitenden Bevölkerung, die im Job viel redet und auf die viel eingeredet wird. Steige ich ins Auto, höre ich Musik, Nachrichten oder nichts, wenn der Tag besonders gesprächsintensiv war. Ich kann auch walken, reiten, schwimmen, ohne über Stunden ein Wort von mir zu geben. Keine Sorge – dies deutet nicht auf Leere im Hirn hin, sondern zeigt vielmehr, dass ich nicht die Fähigkeit besitze komplett abzuschalten. Schweige ich, dann konstruiere ich Geschichten, Dialoge, Welten oder Charaktere. Vermutlich ist dies der Grund, warum ich bisher kein Hörbuch-Fan war. Ich brauche einfach jede Minute der Stille, um nachzudenken. Aber ich bin speziell oder anders, wie manche schmunzeln.
Der Trend Hörbücher ist auf dem Erfolgskurs, denn es gibt – Gott sei Dank – jede Menge Nichtautoren auf dieser Welt, die sich gerne Geschichten anhören.
Das bedeutet keinesfalls, dass diese Personengruppe nicht mehr lesen will. Sicher gibt es auch die Bequemen oder die, die sich mit dem Lesen an sich hart tun, aber das ist ein kleinerer Prozentsatz. Hörbücher bieten weitreichende Möglichkeiten, sich auszuklinken. Sie erlauben denen, die Bücher nicht so verschlingen wie ich, mehr Geschichten zu erfahren, als sie lesen könnten. Und das ist doch eine tolle Sache, die jedem gegönnt sein sollte.
Aus diesem Grund sind Buchtrailer und Hörbücher meine nächsten Projekte, denn ich will diese Optionen ebenfalls anbieten.
Ich habe immer gerne vorgelesen, bin geübt. Dennoch verunsicherte mich die Frage, ob ich gut genug bin, meine Geschichten auch auditiv zu präsentieren. Ich kann zwischen Hochdeutsch und Dialekt switchen, bin aber vermutlich in beiden nicht perfekt. So geht das auf keinen Fall! Außerdem: Klinge ich nicht zu soft, zu langweilig, zu sehr nach Herzblatt-Susi-Müller?
Ich brauche ein gutes Hochdeutsch und eine ausdrucksstarke Sprechweise. Also ab zum Profi!
Es gibt Kurse – gerade für Selfpublisher, die wie ich auch gerne alles selbst machen und sich durch ständig neue Herausforderungen ein ebenso spannendes wie anstrengendes Leben schaffen.
Im September war es dann so weit: Ich fuhr nach München und nahm an einem Coaching für Buchtrailer und Hörbücher teil. Dort erfuhr ich zunächst die Bestätigung meiner Befürchtungen. Nicht was den Dialekt anging, der wurde als minimal und als persönliche Note bescheinigt.
Doch ich war zu emotionslos. Schauspielern kann ich leider nur vor dem Spiegel, wenn ich die Dialoge meiner Charaktere verfeinere. Vor anderen Menschen ggitsch zu sprechen (eine persönliche Fantasiesprache, um sich auf die Emotion zu konzentrieren, anstatt auf den Inhalt der Worte), fiel mir unglaublich schwer.

Doch Coach Brigitte Mayer (http://abenteuerstimme.com) ließ weder bei mir noch den Kolleginnen und Kollegen an diesem Tag die Zügel locker.
»Wie klingt Shane, wenn er spöttisch spricht? Wirklich? So? Versuch es noch einmal, das geht besser.«
Wir machten Atemübungen und Stimmtraining und lugten hochachtungsvoll in die Welt der Schauspielerei.
Einfühlsam und offen half die professionelle Sprecherin unserer kleinen Gruppe bei der Vermeidung von Ticks (Schlucken, Räuspern) und wie wir den Figuren durch fleißiges Üben Leben einhauchen. Dabei kam der Spaß nicht zu kurz, als wir uns schließlich über die mentalen Hürden gewagt hatten.

Mein anschließend produzierter Buchtrailer gefiel so gut, dass Brigitte Mayer ihn als Beispiel auf ihrer Website untergebracht hat.
Doch ich höre selbst, dass hier noch viel Luft nach oben ist.
Ich trainiere zuhause – vermutlich unterhaltsam für meine Familie – neben den Aussprachefeinheiten, damit meine Figuren durch meine Stimme schreien, spotten und bibbern lernen.
Und jetzt bin ich so weit, dass die Hörbuchproduktion anläuft. Die Technik steht im Mini-Studio. Alles, was ich brauche, ist an Bord.
Kopfhörer auf und los geht’s: »Rebellen« ist mein Debüt, denn meine Traumwandlerin-Saga mit ihren wunderbaren Welten und Geschöpfen, den Hauptpersonen Nell (ängstlich) und Shane (spöttisch, arrogant) und ihren Abenteuern soll von Fantasy-Fans gehört werden.

Ich informiere euch, sobald ihr die besonderen Orte in Gesellschaft Nells besuchen könnt. Den Link zu einer Hörprobe findet ihr unten.

Eure Ainoah

Link Hörprobe

 

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Weitere Leseproben zu meinen Büchern findet ihr in den vorigen Blogeinträgen und auf meiner Facebookseite.

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Letzte Änderung am Freitag, 11 Mai 2018 11:50