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Mein Airballoon ist bereit für die 1. Wartung!

geschrieben von

Jawoll! - Ein Felsbrocken in Größe einer beretanischen Scholle löst sich gerade von meinem Herzen - obwohl ... es auch wieder schade ist:
"Airballoon" hat die erste Überarbeitung durch mich hinter sich. Jetzt gebe ich mein neues Fantasy-Baby erstmals aus meiner Hand in die kritischen Hände von Lektor, Korrektor und Testleser.

Wie werden die Rückmeldungen ausfallen?
Für mich immer eine spannende Zeit, in der ich versuche, meine beendete Arbeit von mir weg zu schieben, und mich auf alles konzentriere, was in den letzten zwei Wochen der Fertigstellung vernachlässigt oder liegengeblieben ist, z. B. Schlaf, Sport, Haushalt. ;)

Eine kleine Leseprobe aus einer zerstörten Welt, in welcher es nicht nur Airballoons sondern auch Gefühle gibt:

Levins Stimme erscholl mit einem leichten Knistern des Lautsprechers und gab ihnen die Angaben ihrer Höhe durch, welche er an Deck mithilfe eines Echolots ablesen konnte.
»Nur noch etwa 80 Meter über dem Boden der Schlucht, Talin.«
»Haltet die Höhe und folgt dem Verlauf. Ganz langsam, Hanky. Wenn wir aus irgendwelchen Höhlen heraus angegriffen werden sollten, müssen wir vielleicht schneller steigen, als es unserem Einhorn lieb ist.«
»Zuerst wehren wir uns, Talin«, kam es entschieden vom Zweiten, der ihr einen kurzen, ärgerlichen Blick zuwarf.
»Das entscheide ich, Zweiter Jabori! Ich bin der Commander des Schiffes«, war Talins deutliche Antwort in dem ihr eigenen kühlen Tonfall.
»Ich bin der Leiter der Expedition« kam es zurück.
Elion dachte erschrocken, dass der Zweite nicht gerade höflich und geduldig war. Aber die Admiralin ließ nicht mit sich handeln.
»Ein Expeditionsleiter entscheidet vielleicht über das Ziel und die wissenschaftliche Inhalte«, sie hielt ein hochmütiges Grinsen nicht zurück, da sie nicht glaubte, dass dem Zweiten irgendeine fachliche Grundlage zu eigen war, um wissenschaftliche Inhalte beurteilen zu können.
»Keinesfalls bestimmt er über die Führung meines Schiffes und die Befehle an meine Crew. Das wird bei dieser Expedition nicht anders sein.«
Naim fuhr herum und starrte sie ungläubig an. In seinen Zügen zeigte sich nun die Gewalttätigkeit seines Charakters, welche Talin schon einmal kennengelernt hatte und die ihm des Öfteren nachgesagt worden war.
»Du verweigerst mir den Gehorsam, Admiralin? Das könnte dich den Job kosten oder mehr«, drohte er ganz offen mit einem bösen Knurren in der Stimme und trat so nahe an sie heran, dass der schreckerstarrte Elion nur gerade noch seine Worte verstehen konnte.
»Kein Mann widersetzt sich mir und schon erst recht kein Weib.«
Seine Hand fuhr an ihre Kehle und zuckte im nächsten Moment zurück. Der Junge erkannte entsetzt, dass Talin mit leicht angespanntem Gesichtsausdruck eine Hand zwischen ihre beiden Körper hielt, und dieser Hand blitzte ein kleiner Dolch. Seine Spitze bohrte sich in Naims feines, blaues Hemd und würde dort vermutlich einen Schaden hinterlassen.
Talin flüsterte, aber die Wut in ihren Worten war nicht zu überhören:
»Ich habe mich schon einmal einem Befehl widersetzt, der unsinnig war, und der Lohn war mein jetziger Job. Wenn du meine Autorität als Commander nicht anerkennst, müssen wir diese Reise abblasen, bevor sie begonnen hat.«
Naims blitzende Augen blickten in die kühlen, grauen der Admiralin und der verwöhnte Herrschersohn wusste, dass er nachgeben musste, denn nur zu gut erinnerte er sich an den eindeutigen Befehl seines Vaters: »Verwechsle sie nicht mit einer deiner Tänzerinnen, Naim. Sonst fährt demnächst dein Bruder mit und du bleibst hier und hilfst mir bei der Verwaltung.«
Und schon wieder musste er einen Rückzieher bei dieser ungewöhnlichen Frau machen, und wieder war ihr Messer auf ihn gerichtet.
In ihm tobte der Zorn und seine Hand, die sich langsam wieder senkte, zitterte leicht, aber er nickte widerwillig. Es dauerte noch einen Moment, bis Naim sich wieder so weit in der Gewalt hatte, dass er sich zutraute zu sprechen, ohne dass ein peinliches Beben zu hören wäre.
Dunkles Grollen lag dann in seiner Stimme, die sein Nachgeben bestätigte, auch wenn seine Worte nichts dergleichen sagten:
»Du weißt, dass mich dieses Messer nicht ewig fernhält.«
Talin erwiderte weitaus ruhiger, als sie sich fühlte:
»Solltest du mir näher kommen, als ich es für notwendig halte, nur weil mein Messer nicht griffbereit in meiner Hand liegt, wirst du danach nicht mehr ruhig schlafen können, Naim. Ich bin keines Mannes Spielzeug. Und das ist mein letztes Wort zu diesem unnötigen Theater. Der Erfolg dieser Expedition ist nur dann gewährleistet, wenn wir an einem Strang ziehen und ich bestimme, in welche Richtung gezogen wird.«
Elion blieb der Mund offen stehen, als die Admiralin die kleine Waffe ungerührt in ihrem Gürtel verstaute und sich wieder der Kamera zuwandte, als drohe ihr von Naim keine Gefahr mehr.

Ich hoffe, euch und meinen Kritikern gefällt es.

Ainoah

 

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Letzte Änderung am Freitag, 11 Mai 2018 12:19