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Fantasy in dunklen Schluchten und am weiten, ungeschützten Himmel: "Airballoons"

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Mein neuestes Projekt nimmt Form an, Ort und Charaktere bekommen Ecken und Kanten.

Der Ort: ein Planet, ähnlich unserer Erde, aber kleiner und schwer verletzt durch die Unachtsamkeit der Menschen.

Die Hauptpersonen: Talin, die attraktive, knallharte Admiralin der Luftschiff-Flotte - Elion, der Sohn von Wissenschaftler und ein junger Nerd, gehänselt von denen, die seine Fähigkeiten nicht erkennen können - Naim, der Zweite der Herrschenden, der sich die Zähne an Talin ausbeißt, denn sie ist absolut nicht an ihm, dem Rücksichtslosen, interessiert.

Sie alle brechen zu einer Expedition in die tiefen, dunklen Schluchten des Planeten auf, denn dort unten gibt es nicht nur - wie bisher angenommen - mutierte Überlebende der großen Explosion, sondern ernstzunehmende Feinde.

Talin stand am Bug und genoss den Blick, während ihre Ohren jedes Motorengeräusch registrierten.
Unter ihr tauchte die erste Schlucht auf, über welcher sie entlangflogen. Ein Risiko, aber schließlich stand sie auf einem Warrior, der für die Sicherheit zuständig war.
Sie ließ durch Eingabe einer Tastenkombination auf einem elektronischen Schloss einen Metallkasten aufgehen, der sich direkt auf dem Ansatz des über das Schiff hinausragenden Bugspriets befand.
In dessen Innerem kam ein flacher Monitor mit Tastatur zum Vorschein. Nach einer weiteren Codeeingabe erschien auf dem Monitor die unter ihr liegende Schlucht, welche stark vergrößert dargestellt wurde. Dennoch konnte man nicht bis zum Grund hinuntersehen, zu dunkel war es dort in etwa zwei Kilometer Tiefe. Nur die schroffen Felsformationen an den Seiten der Schlucht waren erkennbar.
Talin registrierte eine Herde Wildziegen mit großen, geschwungenen Hörnern und einige braungraue Wildhasen, die wild flüchteten, als der Schatten des Airballoons über sie fiel.

Nun näherten sie sich der nächsten, spärlich bewohnten aber flächenmäßig größten Scholle, auf welcher nur die Hirten und Sennen, die für die Versorgung von Schafen, Kühen und Schweinen zuständig waren, lebten.
Vom Rand dieser Scholle stürzte ein gewaltiger Wasserfall in die Schlucht und hüllte die Dragon in einen feinen Wassersprühregen.
Die Admiralin wischte sich lächelnd das Wasser vom Gesicht und fragte sich einmal mehr, wohin sich dieser Wasserfall wohl ergoss und am Grund der Schlucht seinen Weg bahnte, um schließlich vielleicht irgendwo zu versiegen.
Die Schlucht führte an der Viehscholle entlang und bog nach Osten ab, wohingegen der Warrior nun die Stelle passierte, wo aus einer anderen Schucht gestern die Geräusche gekommen waren und Talin den direkten Beschuss angeordnet hatte.
Sie beobachtete den Monitor genau und lauschte konzentriert, aber nichts bewegte sich dort unten.
Kurz bevor sie sich der Kohlescholle näherten, zuckte die junge Frau zusammen. Sie vergrößerte mit flinken Bewegungen den Bildschirmausschnitt, dann gab sie in ihr Mikrofon ein kurzes Kommando.
„Maschinen stopp und etwa zehn Meter zurück.“
Sie fluchte, weil die Reaktion aus dem Maschinenraum so lange dauerte.
„Levin, was macht ihr da unten? Schlaft ihr?“
„Sorry, ich stand gerade nicht neben den Hebeln, Talin“, kam es in zerknirschtem Tonfall auf ihre Kopfhörer.
„Wir sind über einer Schlucht, Levin, da hast du nirgendwo anders zu stehen!“, gab sie sehr kühl zurück und wer sie kannte, wusste, in diesem Fall war die Admiralin stinksauer.
„Kommt nicht wieder vor, Admiralin. Entschuldigung.“
„Noch etwas zurück. Stopp!“, gab sie ein weiteres Kommando und ging auf die Entschuldigung ihres WO gar nicht mehr ein.
Nun reagierte das Schiff trotz seiner Größe in den Bruchteilen einer Sekunde.

Frann, ihr Erster Offizier, stand bereits neben ihr und blickte ebenfalls auf den Monitor.
„Was hast du gesehen?“, fragte er ruhig, während seine glimmende Zigarre im rechten Mundwinkel hing.
„Eine Leiche über den Felszacken auf der rechten Seite der Schlucht. Sie sah aus wie einer von uns.“
Beide warteten ruhig und musterten mit zusammengekniffenen Augen das Gelände.
Dort – tatsächlich: Ein menschlicher Körper hing seitlich von einem der Felsen hinab.
Talin zoomte das Bild näher.
Es war ein blutüberströmter Mann mit weitaufgerissenen Augen, ganz offensichtlich war er tot.
„Das sieht nicht nach einem Monster aus, Frann. Was ist das?“, murmelte Talin. Sie war erschütterter als sie sich anmerken ließ.
Hatte in der Schlucht eine Expedition stattgefunden und hatte sie mit ihrem Beschuss Personal Beretars getötet?
Aber es war keine Expedition angemeldet gewesen.
Sie sahen sich an und Talin entschied mit der ihr eigenen Entschlossenheit.
„Lass ihn raufholen, 1O“, befahl sie mit ruhiger Stimme ganz offiziell und Frann salutierte, bevor er nach hinten verschwand.
Talin sprach wieder in ihr Mikrofon:
„Das Schiff an Ort und Stelle halten, WO. Wir nehmen Ladung an Bord.“
„Zu Befehl, Admiralin“, kam es von unten und die Seitenpropeller begannen durch wechselseitige Drehungen das Schiff zu stabilisieren.

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Letzte Änderung am Freitag, 11 Mai 2018 12:19