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Freude an einer Tätigkeit hat leider nicht immer etwas mit Begabung zu tun - nehmt es mit Humor

geschrieben von


Und irgendwann besuche ich doch einmal einen Malkurs!

Ich bin vielseitig interessiert und probiere gern Neues aus. Aktuell (bzw. gerade durch Corona unterbrochen) nehme ich an einem Phonetikkurs teil. Über den berichte ich euch, wenn er dann mal stattgefunden hat, wobei die ersten Stunden schon enorm lehrreich und spaßig waren.
Puzzeln, Lesen und Schreiben gehören zu meinen Entspannungstätigkeiten.
Aber eines gibt es, da erkenne ich schnell meine Grenzen. Vor allem wenn ich dem Kollegen Georg Huber über die Schulter schaue. Technik allein ist es nicht, mit der er hier seine Fantasywelten zaubert.

Talent zum Malen, das hätte ich auch so gerne!Moni Malen mit 2 zugeschnitten

Natürlich zeichne ich. Das ist für meine Fantasywelten essenziell. Wenn ich nicht die Schluchten aufzeichne, deren Verlauf die Admiralin Talin und ihre Forschungscrew mit dem Airballoon folgen, würde ich in Teufels Küche kommen. Und meine LeserInnen lieben es, die Reiserouten von Zaramé und Niall zu betrachten. Auch die Traumwandlerin wird auch noch ihre Karte bekommen. Ich skizziere alles während des Schreibens mit und übertrage es am Ende ohne »Kritzelkratzel« ordentlich und lesbar. Aber leider auf keinen Fall gut genug für wahre Fantasyfans.

An dem Bild rechts könnt ihr zum Beispiel erkennen, wie (un)begabt ich mit 2 Jahren war. Andere Kinder bringen da schon Häuser und Bäume aufs Papier – ich eben nur »Kritzelkratzel«, seufz. Glücklicherweise existiert ja die Technik, und in der Arbeit mit dieser bin ich sehr viel lernfähiger. 

Moni Reden mit 2 zugeschnittenGanz anders lief es mit dem Sprechen. Hier höre ich viele liebe Menschen, die mir nahe sind, mit ironischem Unterton sagen »Echt, kann ich mir bei dir gar nicht vorstellen!«
Na ja, manchmal rede ich schon viel. Aber ich bin von den Mädels in der Familie (meine Töchter und die Oma) ganz sicher die Schweigsamste, was wohl nicht allzu viel heißen will.
Im Ernst: Ich finde, dass der Wortschatz links für 1 1/2 Jahre schon nicht übel und auch sehr vielseitig war. Wer Fragen zu einzelnen Begriffen hat, kann sich gerne melden.
»Kille-kille« bedeutet übrigens, dass man versucht hat, mich zu kitzeln. Und sicher kläglich gescheitert ist, denn das schafft bis heute niemand.
»Hatzi« zeigt, dass mir Höflichkeit damals schon wichtig war, weil ich den niesenden Menschen Gesundheit gewünscht habe.
Ach ja, dass »Hunger« gleich nach den Familienmitgliedern aufgelistet ist, gibt mir schon zu denken. Vielleicht sollte ich mal nach einem Keks suchen?

Habt ihr auch solche Erinnerungen an eure Kindheit?
Vielen Dank an dieser Stelle an meine Mama, die sie für mich aufgehoben hat.

Und ganz wichtig in diesen Corona-Zeiten: Seid vorsichtig, geduldig und vernünftig – social distancing ist wichtig für uns alle –, lasst die Finger von Waffen- und Hamsterkäufen, und gönnt euch Ablenkung in einem Buch. Und vor allem – bleibt gesund!

Eure Ainoah

Versucht doch mal Cassians Standort aus der Leseprobe unten auf dieser Karte zu finden:

Fantasy-Landkarte Sternenflut

Leseprobe aus Teil 2 der »Sternenflut-Trilogie«, »Die Suche«:

Die Sonne stand hoch am Himmel, als sie das Ende des Bärenwaldes erreichten.
Auf der ersten Lichtung legte sie eine kurze Rast ein und stärkten sich. Feline hatte den ganzen Weg über Cassians Hand gehalten. Das Mädchen hatte die meiste Zeit geschwiegen, als spüre sie, dass er Ruhe brauchte. Als sie weitermarschierten, änderte sich ihr Verhalten allmählich. Sie machte ihn auf allerlei aufmerksam.
Die Landschaft war nun eine gänzlich andere. Statt des hellen Waldes mit den Mammutbäumen und den Birken dazwischen hatten sie nun eine weite Ebene vor sich. Einige hohe Felsnadeln wuchsen wie Türme in den blauen Himmel.
Feline erzählte über die Felsen, über ein Blümchen am Boden, über eine Wolke am Himmel, als würde jeder Hinweis Cassian aus seiner Lethargie holen. Ihr Plan zeigte immerhin geringen Erfolg, denn gelegentlich wandte Cassian den Kopf, um ihrem kleinen Finger zu folgen. Allerdings sprach er weiterhin kein Wort.

»Es scheint, als sei diese Ebene endlos«, seufzte Leonidas am Nachmittag. Darius stimmte ihm zu.
»Außerdem ist es hier sterbenslangweilig. Nichts als Steppe und ab und zu ein Stein.«
Der Schrei eines Raubvogels zerriss die Stille, und alle starrten hinauf, auf Abwechslung hoffend. »Seht ihr ihn?«, erkundigte sich Robyn, aber keiner erspähte den Vogel. Sie hörten den Schrei mehrere Male und schleppten sich, inzwischen müde, weiter, bis Shannah den Arm hob. Sie hatte bisher mit Skulptor die Gruppe angeführt. Ihre Augenbrauen waren argwöhnisch zusammengezogen. »Warum sieht man diesen Schreihals nicht?«, fragte sie, an niemanden gewandt.
Lynx’ grüne Augen funkelten, als er neben sie trat und den Himmel absuchte. »In der Luft ist er nicht, sonst würde ich ihn sehen«, murmelte er konzentriert.
Nun wandte sich sein Blick den Steinnadeln zu. »Er hockt da oben, auf dem Felsen rechts.« Langsam drehte er sich um seine Achse. »Dort ist noch einer. Auf jedem dieser Türme sitzt einer!« Dann fluchte er leise. »Die sind verdammt groß.«
Shannah sah besorgt auf die Kinder. »Können sie uns gefährlich werden?« Lynx sah sie offen an, ging jedoch nur indirekt auf ihre Frage ein. »Lasst uns zusehen, dass wir weiterkommen. Die Kleineren gehen ab jetzt in der Mitte.« Denn die waren für diese Raubvögel vermutlich die leichteste Beute. Keiner der Erwachsenen sprach es aus, doch Darius und Robyn hatten die Warnung verstanden.

Ein Windhauch erhob sich. Am Horizont war zwar noch kein Ende der Ebene zu erkennen, wohl aber dunkle Wolken, die auf sie zutrieben.
»Ein Gewitter kommt auf uns zu!«, warnte Shannah, und Skulptor fügte mit besorgter Miene hinzu: »Wir sehen zu, dass wir zu einem der Felsen kommen und eine Höhle oder wenigstens einen Felsüberstand als Schutz finden.«
Sie hatten den nächsten Felsenturm noch nicht erreicht, als erneut ein Schrei über ihnen ertönte, diesmal sehr nah. »Vorsicht«, schrie Aric im letzten Moment, als ein gewaltiger Adler auf die Gruppe herabstieß. Dieser Vogel besaß weit mehr graue und schwarze Federn als ein gewöhnlicher Steinadler, was ihn mit der Farbe der Steine verschmelzen ließ. Eine optimale Deckung. Seine Klauen gespreizt, den Schnabel drohend aufgerissen, fegte er über sie hinweg, aber sie hatten sich rechtzeitig geduckt.
»Los an den Felsen, dann haben wir zumindest Rückendeckung!«, befahl der Krieger, und nach einer halben Minute pressten sie sich Schutz suchend an den kalten Fels. Nur Cassian, an der Hand Felines, stand noch frei da, als ginge ihn die Bedrohung nichts an. Der Adler vollführte eine kunstvolle Drehung in der Luft und kehrte zurück. Diesmal hatte er ein klares Ziel: das kleine Mädchen.
»Feline! Cassian! Kommt hierher, sofort!«, in Shannahs Stimme klang Panik.
Doch Cassian bewegte sich nicht, obwohl die Kleine an seiner Hand zerrte. Er starrte dem Schicksal entgegen und schien auf Erlösung durch messerscharfe Klauen zu hoffen. Er ließ Feline los, sodass das Mädchen zu Boden stürzte, als es plötzlich keinen Halt mehr hatte.

Bevor der Adler zupacken konnte, war Leonidas da. Er drückte Cassian heftig zu Boden und warf sich zeitgleich über Feline. Der Adler schlug seine Krallen in Cassians Rücken. Der Zauberer schrie auf. Jetzt stieß Leonidas’ Schwert zu. Es durchbohrte den Leib des Vogels und bahnte sich seinen Weg zwischen den Rippen hindurch direkt ins Herz. Ein letzter gepeinigter Schrei erscholl, und der Vogel stürzte zu Boden. Leonidas packte Feline und brachte sie in Sicherheit, während Lynx Cassian aufhalf und hinter sich her zerrte. »Verdammt, ist das ein Riesenvieh!«
Lynx schüttelte den Kopf, dann wandte er sich seinem Freund zu. Ihn schauderte, als er in dessen Augen blickte. Cassians sonst so melancholisch oder auch fröhlich funkelnde Augen waren ausdruckslos. Lynx war, als sähe er in die Augen eines Toten. Über den fadenscheinigen Umhang lief Blut, also hatten die Klauen die Haut erreicht.
Bevor sich einer der Freunde um den Verletzten kümmern konnte, hatte ihn Shannah gepackt. Sie stieß Cassian wild gegen den Felsen, aber mehr als ein kurzer Atemstoß zeigte nicht, dass er dabei Schmerzen empfinden musste.
»Deinetwegen hätte dieses Vieh beinahe meine Tochter mitgenommen. Du bringst uns alle in Gefahr. Wach auf, verdammt.«
Cassians Kopf hob sich, aber die Antwort, die sie erhielt, erschreckte sie zu Tode.

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Die Reisebuchcoverbuchcover

Weitere Leseproben zu meinen Büchern findet ihr in den vorigen Blogeinträgen und auf meiner Facebookseite Ainoah Jace, Autorin.
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Letzte Änderung am Samstag, 21 März 2020 16:28